Mitteilungen

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Symposium Palliative Care (Sept. 2015)

Symposium Palliative Care

„Chancen und Herausforderungen im universitären Umfeld“ – das war das Motto des von der Klinik für Radio-Onkologie ausgerichteten 1. Symposiums Palliative Care am USZ.Symposium Palliative Care.jpg

Vor einem gut gefüllten Hörsaal West stellten am 17. September dieses Jahres Referentinnen und Referenten der ärztlichen und pflegerischen Profession ihre jeweils ganz persönlichen Gedanken und Beiträge zur Förderung der akademischen Palliativmedizin dar. Das Symposium wurde von Prof. Dr. Matthias Guckenberger, Klinikdirektor der Radio-Onkologie und der Palliativmedizin, eröffnet.

Die anschliessende Begrüssung durch den Dekan der medizinischen Fakultät Prof. Dr. Rainer Weber sowie der Pflegedirektorin Prof. Dr. Rebecca Spirig unterstreichen den Anspruch der Palliative Care Patientenversorgung und Wissenschaft interprofessionell zu leben. Prof. Gian Domenico Borasio, Lehrstuhlinhaber Palliativmedizin am CHUV Lausanne und viel gelesener Bestsellerautor brach in gewohnt unterhaltsamer Weise eine Lanze für die rechtzeitige Integration von Palliativmedizin in die Behandlungsprozesse von Patienten mit Lebenszeit beschränkenden Erkrankungen und wies in eindrücklicher Weise auf eine Verschiebung der Grunderkrankungen von palliativen Patienten hin. Nicht mehr überwiegend die onkologischen Erkrankungen werden in Zukunft den rechtzeitigen und umsichtigen Einsatz von Palliativmedizin erfordern, sondern sämtliche chronische Erkrankungen der „überalternden“ Gesellschaft: kardiovaskuläre Erkrankungen genauso wie Demenz.

Im Anschluss daran konnte Dr. Stefan Obrist, ärztlicher Leiter der Palliativstation am USZ, in seinem Vortrag den schnellen und erfolgreichen Aufbau des Kompetenzzentrums Palliative Care (KPC) aufzeigen. Offiziell 2012 mit einigen Betten gestartet umfasst das KPC heute insgesamt 12 Betten im Haupthaus und im Zürcher Lighthouse, einen Konsiliardienst und eine ambulante Sprechstunde. Frau PD Eva Bergsträsser, Leitende Ärztin am Kinderspital Zürich, machte mit ihrem Bericht vom Aufbau und dem Alltag eines pädiatrischen Palliative Care Teams schliesslich einen berührenden Abschluss der ersten Vortragrunde. Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen und vielen anregenden Gesprächen trat Prof. Sonja McIlfatrick, Professor of Nursing an der Ulster University, als zweite Gastrednerin des Nachmittags ans Mikrofon. „Es braucht lebendige und verlässliche Kooperationen, Hartnäckigkeit, Kreativität, gut überlegte Investitionen in Ausbildung von interessierten Personen und Glück“ so ihr Resümee über den Aufbau des „All Ireland Institute of Hospice and Palliative Care“ – Basis eines mittlerweile sehr erfolgreichen Forschungsnetzwerkes in Irland.

Einen Teil dieser Anstösse konnte Frau Dr. Gudrun Theile, Oberärztin am KPC, in ihrem Vortrag über aktuelle Forschungsvorhaben in der Palliativmedizin am USZ aufgreifen. Im Mittelpunkt ihrer Ausführung stand dabei ein Kollaborationsprojekt mit der ETH, das in einem innovativen Ansatz Patienten mit einem Activity-Armband ausstatten möchte, um über Veränderungen von Bewegungsgewohnheiten schnellVortrag Dr. Theile.JPGund drahtlos eine mögliche Verschlechterung des Allgemeinzustands zu erfassen und proaktiv ansprechen zu können. Die Schlussworte wurden von dem ärztlichen Direktor Prof. Dr. Jürg Hodler gesprochen, der noch einmal die zunehmende Bedeutung der Palliative Care für das gesamte universitäre Spital unterstrich. Die Resonanz auf dem abschliessenden Apéro zeigte: ein rundum gelungener Nachmittag und Auftakt für eine jährliche Herbstveranstaltung „Universitäre Palliativmedizin – interprofessionelle Forschung.“

Symposium - Strahlentherapie benigner Erkrankungen (Jan. 2016)

Symposium Strahlentherapie: Unerwartete Hilfe bei Fersensporn, Tennisellenbogen und Morbus Dupuytren.

Fersensporn, Tennisellenbogen oder Morbus Dupuytren sind häufige Erkrankungen, die für viele Patienten belastend sind.
Die Strahlentherapie kann hier unerwartete und wertvolle Hilfe leisten.
In den letzten wenigen Jahren konnte der Stellenwert der Strahlentherapie bei diesen Indikationen durch Studien sehr viel besser definiert werden. 
 
Das akutelle Symposium bot ein breites intersdisziplinäres Forum die Möglichkeiten aber auch Grenzen der Strahlentherapie diskutieren. Die Päsentation aktueller Therapiekonzepte und Behandlungsalgorithmen fand erfreulicherweise einen weiten Anklang auch über das USZ hinaus und ermöglichte auch unseren externen Partnern einen informativen Austausch mit Experten des Fachgebietes.
 
Die Vorträge im Rahmen des Symposiums finden Sie hier im pdf Format:
 
 
 
SASRO/ SGSMP meeting 2016 – Radioonkologie USZ mit drei Preisen ausgezeichnet

SASRO/ SGSMP meeting 2016 – Radioonkologie USZ mit drei Preisen ausgezeichnet

Unter dem Motto "Hit the target – Triff das Ziel" wurde Ende August 2016 zum jährlichen Kongress der SASRO und SGSMP nach Sursee geladen.

Der gemeinsame Kongress der beiden Gesellschaften versammelte alle Fachdisziplinen, die in der klinischen Routine sowie Wissenschaft zur Radioonkologie beitragen: Strahlenbiologen, Medizinphysiker, MTRAs und Pflegepersonal. An drei informativen Tagen wurde der aktuelle Stand der Forschung in den jeweiligen Bereichen beleuchtet und wurden neue Idee und Erkenntnisse lebhaft diskutiert. Neben diesem interprofessionellen Austausch bietet diese Tagung vor allem auch eine Plattform zur nationalen Präsentation der eigenen erfolgreichen Forschungsarbeit.

Erneut waren zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Klinik für Radio-Onkologie des USZ erfolgreich vertreten und wurden für ihre innovative Forschung ausgezeichnet. Neben dem Preis für das beste Poster, welcher an Herrn Dr. Cédric Panje für seine Arbeit über die Kombination von stereotaktischer Radiotherapie und zielgerichteter Immuntherapie verliehen wurde, wurden zwei weitere Fachdisziplinen unserer Klinik ausgezeichnet. So wurde Frau Alessandra Tini für den besten Vortrag des Fachbereichs MTRA geehrt. Diese Arbeit untersuchte die Anwendung von dreidimensionalen Oberflächenkameras insbesondere bei der Bestrahlung des Brustkrebses; das Ziel ist die Bestrahlung noch verträglicher und nebenwirkungsärmer zu gestalten. Marta Nesteruk und Frau Dr. Stephanie Lang konnten sich mit „Radiomics of CT perfusion maps" den Vortragspreis des Fachbereichs Physik sichern: mit Hilfe komplexer mathematischer Verfahren werden radiologische Bilder analysiert. So kann ein Mehr an Informationen herausgefiltert werden, als dies mit dem menschlichen Auge alleine möglich ist. Allen Preisträgen ist herzlich gratuliert!

Mit insgesamt neun Vorträgen konnte unsere Klinik das Programm des diesjährigen SASRO-meetings massgeblich mitgestalten und den versammelten Kolleginnen und Kollegen unsere innovative, wissenschaftliche Arbeit präsentieren.

In zwei Jahren 2018 wird der SASRO Kongress durch unsere Klinik in Zürich ausgerichtet werden – wir konnten viele wertvolle Erfahrungen und Eindrücke sammeln und freuen uns auf diese Herausforderung.

Zusammenfassend hat der Kongress gezeigt, wie schnell und dynamisch sich die Radioonkologie weiterentwickelt um unseren Patienten eine immer besser werdende Behandlung zu ermöglichen.

Liste der Vorträge aus dem USZ:

  • Can tracking be beneficial in SBRT pancreas treatments?
    Karava K, Ehrbar S, Riesterer O, Roesch J, Glatz S, Klöck S, Guckenberger M, Tanadini-Lang S; University Hospital Zurich (USZ), Department of Radiation Oncology, Zurich
  • Comparison of two automated treatment planning solutions for complex head and neck cancer
    M Zamburlini1 , J Krayenbuehl1 , S Graydon1 , I Norton2 , G Studer1 , S Kloeck1 , M Guckenberger1 ; 1 University Hospital Zurich, Department of Radiation and Oncology, Zurich, Switzerland, 2 Philips Radiation Oncology Systems, Fitchburg, Wisconsin, USA
  • Comparison of MLC and couch tracking for SBRT prostate cancer
    S Schmid1,2, S Ehrbar1,3, S Klöck1,3, M Guckenberger1,3, S Tanadini-Lang1,3 ; 1 University Hospital Zurich, Department of Radiation Oncology, Zürich, 2 ETH Zürich, Department of Physics, Zurich, 3 University of Zurich, Faculty of Science, Zurich, Switzerland
  • Radiomics of CT perfusion maps
    M Nesteruk1 , O Riesterer1 , R Bundschuh4 , P Veit-Haibach2,3, M Hüllner2 , G Studer1 , S Stieb1 , S Glatz1 , M Pruschy1 , M Guckenberger1 , S Tandini-Lang1 ; 1 Department of Radiation Oncology, University Hospital Zurich, University of Zurich, Switzerland, 2 Department of Nuclear Medicine, University Hospital Zurich, University of Zurich, Switzerland, 3 Department of Diagnostic and Interventional Radiology, University Hospital Zurich, University of Zurich, Switzerland, 4 Department of Nuclear Medicine, University Hospital Bonn, Germany
  • Clinical implementation of an optical surface monitoring system (OSMS ®, VARIAN) in breast irradiation
    A Tini, I Pytko, S Lang, C Winter, M Guckenberger, C Linsenmeier; Department of Radiation Oncology, University Hospital Zürich, Switzerland
  • HIT THE TARGET: High dose to the target Invited speaker: M. Guckenberger, Zürich, Switzerland
  • ITV, MidV, gating or tracking - what to use when?
    S Ehrbar1,2, A Tartas1,3, S Stark1,2, O Riesterer1,2, S Klöck1,2, M Guckenberger1,2, S Tanadini-Lang1,2 ; 1 Department of Radiation Oncology, University Hospital Zurich, Zürich, 2 University of Zürich, Faculty of Science, Zürich, Switzerland, 3 University of Warsaw, Faculty of Physics, Warsaw, Poland
  • Combination of Stereotactic Radiotherapy and Targeted Therapy: Patterns-of-care Survey among Swiss and German Clinics
    SGC Kroeze1 , C Fritz1 , N Andratschke1 , U Nestle2 , T Brunner2 , M Guckenberger1 ; 1 University Hospital Zürich, Department of Radiotherapy, Switzerland; 2 University Hospital Freiburg, Department of Radiotherapy, Germany

Spezialsprechstunde Protonentherapie am USZ

Neu: Spezialsprechstunde Protonentherapie am USZ

Ab dem 10.10.2016 wird in der Klinik für Radio-Onkologie des USZ eine Spezialsprechstunde zur Protonentherapie angeboten. Hier werden Patientinnen und Patienten beraten und aufgeklärt, ob bei ihrer Krebserkrankung eine Protonenbestrahlung Vorteile im Vergleich zur Photonenbestrahlung hat.
Die Sprechstunde wird geleitet von Prof. Dr. Damien Weber, ärztlicher Leiter der Protonentherapie am PSI sowie Konsiliararzt der Radio-Onkologie des USZ.

Während bei konventioneller Strahlentherapie hochenergetische Röntgenstrahlen zur Behandlung eingesetzt werden, kann bei bestimmten Tumorerkrankungen die Bestrahlung mit Protonen eine schonendere Alternative darstellen. Dies sind insbesondere Tumorerkrankungen des Kinderalters, aber auch Tumorerkrankungen bei Erwachsenen wie seltene Tumore des Auges, der Wirbelsäule und Schädelbasis sowie des Gehirns. Die Protonentherapie ist innerhalb der Schweiz ausschließlich am PSI verfügbar.

Die Universität Zürich sowie die Klinik für Radio-Onkologie des USZ haben eine enge Kooperation mit der Protonentherapie am PSI: gemeinsames Personal stellt eine kontinuierliche Betreuung der Patienten sicher und am neusten Bestrahlungsgerät am PSI, das Sommer 2017 in Betrieb genommen werden wird, wird die Zusammenarbeit weiter vertieft werden.

Interessierte Kollegen und Patienten können Termine für die Sprechstunde (Montags 9:45 – 11:45 Uhr) über die Disposition der Klinik für Radio-Onkologie anmelden.

Symposium Oligo-Metastasierung 09.12.2016

Zürich 9 Dezember 2016: Symposium zur Oligo-Metastasierung ein großer Erfolg


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Die Kliniken für Radioonkologie der Universitätsspitäler Zürich (Prof. M. Guckenberger) und Freiburg im Breisgau (Prof. A. Grosu) sowie das Comprehensive Cancer Center Zürich (Prof. R. Stahel) hatten am 9. Dezember zu einem Symposium mit dem Titel „Oligo-Metastasierung als Chance zur Kombination von zielgerichteter lokaler und systemischer Therapie“ eingeladen.  Obwohl Patienten mit einer Oligo-Metastasierung heute (noch) nur einen geringen Anteil der täglichen onkologischen und radioonkologischen Praxis ausmachen, so konnte das Symposium dennoch mehr als 160 Teilnehmer anlocken – ein großer Erfolg. Das Symposium war charakterisiert durch eine umfassende Darstellung dieses Themas aus den Gesichtspunkten der Biologie, internistischen Onkologie, Radioonkologie sowie Chirurgie und verdeutlichte eindrücklich die Notwendigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit um diesem komplexen Thema gerecht zu werden.
Lesen Sie hier den vollständigen Bericht zum Symposium...

Die Vorträge des Symposium zum Download

Programm Symposium Oligo-Metastasierung

1. Einführung - Prof. Guckenberger
2. Aktuelle biologische Mechanismen der Metastasierung - Prof. Wikman
3. Mechanismen intrinsischer und extrinsischer Resistenz - Prof. Dummer
4. Kranielle versus extrakranielle Metastasierung - Anna Sophie Berghoff, MD, PhD
5. Stereotactic Radiosurgery for 5 of more Brain Metastases - Prof. Petersen
6. Only the tip of the iceberg – can we predict true oligometastatic disease? - Prof. Flentje
7. SBRT for oligoprogressive disease - a new way of combined targeted RT and targeted drugs? - Prof. Ozsahin
8. Interactions between SBRT and systemic targeted drugs – what do we know? - Dr. med. Brunner
9. Alleinige Radiochirurgie und alleinige Systemtherapie - Prof. Guckenberger
10. Langzeit-Palliation statt Heilung – SBRT von Wirbelsäulenmetastasen - PD Dr. med. Andratschke
11. Körperstereotaxie bei oligo-metastasiertem Prostatakarzinom - Prof. Aebersold
12. Interaktionsmechanismen zwischen Radiotherapie und Immuntherapie - PD Dr. med. Curioni
13. Aktuelle Studienkonzepte zur Kombination von Radiotherapie und Immuntherapie - Prof. Budach
14. Weitere Kombinationspartner der Immuntherapie - Prof. Stahel
15. Wann kann auf eine Histologie verzichtet und bestrahlt statt operiert werden? - Prof. Guckenberger
16. Offene versus thorakoskopische Operation – wie und warum entscheidet der Chirurg? - Prof. Weder



 

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