Tracking Studie – Aktivitätsmessung bei palliative Patienten

Patienten mit unheilbaren Erkrankungen sind mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Neben der Verarbeitung der Krankheitssituation können auch konkrete physische Symptome ihre Lebensqualität bedrohen. Mögliche Veränderungen im Gesundheitszustand ambulanter, palliativer Patienten frühzeitig zu erkennen ist wichtig, um unnötige und belastende Notfalleintritte und Spitalaufenthalte zu vermeiden. Eine kontinuierliche Überwachung dieser fragilen Patienten ist daher von zentraler Bedeutung, um das Ziel einer qualitativ hochstehenden, ambulanten Versorgung zu gewährleisten.

Im Alltag ist dies allerdings häufig erschwert durch fehlende (Personal-)Kapazitäten und bisher wenig ausgebaute ambulante Versorgungsstrukturen der Palliative Care. Hier setzt die Tracking-Studie an, bei der mit Hilfe des Einsatzes von neuesten Technologien zur Aktivitätsmessung die Symptomüberwachung optimiert werden soll.

Die Studie ist eine Kollaboration unserer Klinik mit dem Wearable Computing Lab ETH Zürich (Prof. Tröster) und als Beobachtungs- und Machbarkeitsstudie konzipiertÜber einen Zeitraum von maximal 12 Wochen werden Palliativ Patienten, die aus der stationären Versogung entlassen werden, mit einem mobilen «Firness» Tracking Gerät ausgestattet, zusätzlich erfolgen wöchentliche Befragungen zur Lebensqualität. Ziel dieser Studie ist es, die patientenseitige Akzeptanz und die Nutzung dieser Technologie darzustellen. Ferner interessiert das Forschungsteam, ob es möglich ist, durch passiv messbare Aktivitäts- oder Vitalparameter auf den subjektiven Gesundheitszustand eines Patienten rückzuschliessen. Wenn wir einen solchen Zusammenhang nachweisen können, werden wir das Konzept in einem nächsten Schritt in eine Interventionsstudie überführen: die Hypothese ist dann, dass sich die Versorgungsqualität von schwer kranken Patienten durch die Anwendung von moderner digitaler Technologie verbessern lässt.

Aktuell sind bereits 25 von 30 geplanten Patienten eingeschlossen, mit ersten Auswertungsergebnissen rechnen wir Mitte des kommenden Jahres.

Ansprechpartnerin: Dr. Gudrun Theile (gudrun.theile@usz.ch)