Protonentherapie

Neu: Spezialsprechstunde Protonentherapie am USZ

Ab dem 10.10.2017 wird in der Klinik für Radio-Onkologie des USZ eine Spezialsprechstunde zur Protonentherapie angeboten. Hier werden Patientinnen und Patienten beraten und aufgeklärt, ob bei ihrer Krebserkrankung eine Protonenbestrahlung Vorteile im Vergleich zur Photonenbestrahlung hat.
Die Sprechstunde wird geleitet von Prof. Dr. Damien Weber, ärztlicher Leiter der Protonentherapie am PSI sowie Konsiliararzt der Radio-Onkologie des USZ.

In der Radio-Onkologie wird heute die sogenannte Photonen-Strahlung zur Therapie angewendet, also hoch-energetische Röntgenstrahlen. Hiermit können wir jeden Tumor im Körper des Patienten Millimeter-genau bestrahlen.

Seit einigen Jahren ist auch die Bestrahlung mit sogenannten Protonen möglich, atomaren Teilchen. Mit dieser Protonentherapie kann bei bestimmten Tumoren die Bestrahlung noch genauer auf den Tumor fokussiert werden und das gesunde Gewebe um den Tumor herum noch besser entlastet werden. Wir erwarten daher bei der Protonentherapie eine niedrigere Rate an Nebenwirkungen als bei der Bestrahlung mit Photonen.

Bisher wird die Protonenbestrahlung nur bei sehr wenigen Tumoren angewendet, z.B. insbesondere bei Tumoren im Kindesalter, bestimmten Tumoren des Gehirns und der Schädelbasis sowie Tumoren des Auges.

In enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Protonentherapie des Paul Scherrer Instituts in Villigen (Direktor: Prof. Dr. med. Damien Weber) bieten wir in der Klinik für Radio-Onkologie Zürich eine Spezialsprechstunde zur Protonenbestrahlung an: wir untersuchen individuell ob in der bestimmten klinischen Situation eine Protonenbestrahlung möglich und sinnvoll ist.

In wissenschaftlichen Projekten arbeiten wir darüber hinaus daran, die Protonentherapie auch für andere, häufigere Tumore anzuwenden, z.B. das Lungenkarzinom.


Bild: Copyright Scancerbeg Sauer Photography.