Wie funktioniert Strahlentherapie?

​​Radiotherapie, auch Strahlentherapie genannt, findet bei vielen unterschiedlichen Krankheiten ihre Anwendung.

Strahlentherapie ist zum Einen ein wichtiger Therapiebaustein für die Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren. 

Des Weiteren wird Strahlentherapie bei chronisch entzündlichen Erkrankungen der Gelenke angewendet.

Bösartige Erkrankungen

Die Mehrzahl unserer Patienten leiden an Tumorerkrankungen. Eine bösartige Tumorerkrankung wird auch "Krebs" genannt. Bösartige Tumore sind gekennzeichnet durch ein agressives Wachstum und die Möglichkeit zur Metastasierung. Das Wachstum von Tumoren kann durch Strahlentherapie gestoppt werden und bei vielen Tumoren können alle kranken Zellen durch die Bestrahlung abgetötet werden.

Eine Bestrahlung wirkt im Prinzip auf gesundes und erkranktes Gewebe gleichermassen: Die Zellen werden geschädigt. Gesunde Zellen können den entstandenen Schaden im Vergleich zu kranken aber besser reparieren. Deshalb werden Tumorzellen stärker beeinträchtigt.

Durch Konzentration der Strahlen im erkrankten Gebiet, wird dieses besonders geschädigt und das umliegende gesunde Gewebe bestmöglich geschont.

Gutartige Erkrankungen

Gutartige Tumorerkrankungen sind durch ein langsames, verdrängendes Wachstum gekennzeichnet und werden meistens chirurgisch behandelt. Aber auch hier kann die Strahlentherapie,aufgrund ihrer geringeren Belastung für den Patienten, eine entscheidende Rolle spielen und Ergebnisse erzielen, die denen der Chirurgie oft ebenbürtig sind. Es entscheiden Radioonkologen und Chirurgen gemeinsam, welche Therapie für den Patienten individuell die beste Wahl ist.

Gutartige funktionelle Erkrankungen

Unter funktionellen Krankheitsbildern werden meist hartnäckige, entzündliche Prozesse verstanden. Zu den häufigsten zählen Entzündungen der Sehnen oder Ihrer Ansätze, Sehnenverdickungen, Entzündungen der Gelenke bei zu Grunde liegender Arthrose und andere. Gute Erfolge werden zum Beispiel beim Fersensporn oder Tennisellenbogen erzielt: hier kann bei der Mehrzahl der Patienten eine Schmerzlinderung oder sogar eine vollständige Schmerzfreiheit erzielt werden.